Was sind Leseclubs?

Leseclubs sind außerschulische Bildungsangebote zur Leseförderung von Kindern. Seit dem Start von "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" nahmen bereits rund 85.000 Kinder an Leseclub-Angeboten teil - viele von ihnen aus bildungsbenachteiligten Familien. 
Daran knüpft das aktuelle Programm an: Bis 2027 werden bis zu 400 Leseclubs bundesweit von der Stiftung Lesen im Rahmen des BMBF-Programms "Kultur macht stark" unterstützt. 

Was macht einen Leseclub aus?

Ein vielfältig ausgestatteter Raum

Ein Leseclub ist ein gemütlicher, ansprechend gestalteter Ort, an dem Kinder Bücher, Zeitschriften, Spiele und digitale Medien entdecken können. Seit 2013 wurden über 700 Leseclubs mit mehr als 500.000 Medien ausgestattet. 

Bequeme Sitzmöbel, bunte Regale und Rückzugsorte schaffen eine einladende Atmosphäre. Leseclubs entstehen an Orten, wo Kinder ihre Freizeit verbringen – etwa in Jugendeinrichtungen, Familienzentren, Bibliotheken, Schulen oder Vereinshäusern. 

Ein betreutes Angebot zur Leseförderung


Mehrmals pro Woche finden im Leseclub freizeitorientierte Angebote für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren statt. Über 1.000 freiwillig Engagierte setzen die Programme um – unterstützt durch pädagogisches Fachpersonal und regelmäßige Weiterbildungen der Stiftung Lesen.

Zusätzlich gibt es Online-Seminare und die Möglichkeit, eine Aufwandsentschädigung für das Engagement zu erhalten.

Für wen sind Leseclubs gedacht?

Leseclubs richten sich besonders an bildungsbenachteiligte Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren. Diese Zielgruppe profitiert von außerschulischen Angeboten, die niedrigschwellig sind und Teilhabe stärken.
Laut Nationalem Bildungsbericht zählen dazu Kinder aus:

  • sozialen Risikolagen (z. B. Erwerbslosigkeit der im Haushalt lebenden Elternteile)
  • finanziellen Risikolagen (z. B. geringes Familieneinkommen, Transferleistungen)
  • bildungsbezogenen Risikolagen (z. B. geringe formale Qualifikation der Eltern).

Auch Kinder mit Behinderung sind ausdrücklich Teil der Zielgruppe.
 

Leseclubs setzen genau dort an: Sie fördern Lesemotivation, wecken Interesse an Büchern und Medien – und stärken so langfristig die Lesekompetenz. Denn nur wer gut lesen kann, hat echte Chancen auf Bildung, Ausbildung und Beruf. 

Das sagen unsere Leseclubs

"Bei regelmäßiger Teilnahme beobachten die Leseclub-Betreuenden, dass die Kinder und Jugendlichen immer mehr Freude am gemeinsamen Lesen von Büchern bekommen, so dass selbst sehr schwache Leser*innen den Mut haben, innerhalb der Leseclub-Gruppe laut vorzulesen."

Angela Behr, Koordinatorin des Leseclubs im DRK-Familienzentrum, Dannenberg


„Durch die langfristige Arbeit mit den Kindern sind Veränderungen hinsichtlich des sozialen Miteinanders, gegenseitige Rücksichtnahme und auch eine Verbesserung des respektvollen Umgangs untereinander zu beobachten.“

Nora Kohlenbrenner, Koordinatorin des Leseclubs im Stadion Dresden 




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