Das Konzept der Leseclubs

Was ist ein Leseclub?         
Ein vielfältig ausgestatteter Raum

275 Leseclubs wurden seit 2013 im Rahmen von "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" mit insgesamt ca. 300.000 Medien ausgestattet, darunter ausgesuchte Bücher, Zeitschriften, Spiele und digitale Medien.

Für eine gemütliche Atmosphäre sorgen bequeme Sitzmöglichkeiten, Bücherregale laden zum Stöbern und Ausleihen ein. Leseclubs können überall dort eingerichtet werden, wo Kinder ihre Freizeit verbringen, so z. B. in Jugendeinrichtungen.

Ein betreutes Angebot zur Leseförderung

Mehrmals pro Woche finden freizeitorientierte Angebote mit verschiedenen Medien für die Altersgruppe ab 6 Jahren statt. Diese werden von qualifiziertem Personal wie z. B. pädagogischen Fachkräften, vor allem aber von mehr als 1.000 Ehrenamtlichen umgesetzt. Für die Betreuerinnen und Betreuer der Leseclubs bietet die Stiftung Lesen jedes Jahr rund 40 Weiterbildungen im ganzen Bundesgebiet sowie Webinare an, zudem können Ehrenamtliche eine Aufwandsentschädigung erhalten.

Für wen sind die Leseclubs da?

Vor allem für bildungsbenachteiligte Kinder, im Alter von 6 bis 12 Jahren. Diese Zielgruppe benötigt besondere Unterstützung, um den starken Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und persönlichem Bildungsweg abzuschwächen. Nur wer lesen kann, hat Chancen auf schulischen und beruflichen Erfolg. Eine stabile Lesemotivation ist dabei die Grundlage einer guten Lesekompetenz. Daher geht es in den Leseclubs darum, bei Kindern erstes bzw. neues Interesse an Büchern und Medien zu wecken und Lesefreude zu vermitteln.

Die Wirkung der Leseclubs

"Bei regelmäßiger Teilnahme beobachten die Leseclub-Betreuer, dass die Kinder und Jugendlichen immer mehr Freude am gemeinsamen Lesen von Büchern bekommen, so dass selbst sehr schwache Leser den Mut haben, innerhalb der Leseclub-Gruppe laut vorzulesen."

Angela Behr, Koordinatorin des Leseclubs im DRK-Familienzentrum, Dannenberg

„Durch die langfristige Arbeit mit den Kindern sind Veränderungen hinsichtlich des sozialen Miteinanders, gegenseitige Rücksichtnahme und auch eine Verbesserung des respektvollen Umgangs untereinander zu beobachten.“

Nora Kohlenbrenner, Koordinatorin des Leseclubs im Stadion Dresden