Das Konzept der Leseclubs

Was ist ein Leseclub?         
Ein Leseclub ist eine freizeitorientierte Lernumgebung mit regelmäßigen betreuten Angeboten rund um Lesen und Mediennutzung. Es ist ein gemütlich ausgestatteter Raum mit einem umfangreichen Medienangebot, bestehend z. B. aus Büchern, Zeitschriften und digitalen Medien.

Kern eines Leseclubs sind die von Ehrenamtlichen durchgeführten Angebote, die mehrmals pro Woche zu festen Zeiten stattfinden. Die Angebote bestehen aus kleineren Aktionen bis hin zu größeren Projekten, z. B. von Vorlesestunden über Lesenächte bis hin zu Buchausstellungen und Aktionen mit elektronischen Medien.

Wer ist die Zielgruppe der Leseclubs?
Im Zentrum der Arbeit eines Leseclubs stehen bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 12 Jahren. Diese benötigen besondere Unterstützung, um den starken Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und persönlichem Bildungsweg abzuschwächen.

Was sind die Ziele der Leseclubs?
Nur wer lesen kann, hat Chancen auf schulischen und beruflichen Erfolg. Eine stabile Lesemotivation ist dabei die Grundlage einer guten Lesekompetenz. Daher geht es in den Leseclubs darum, bei den Zielgruppen erstes bzw. neues Interesse an Büchern und Medien zu wecken und Lesefreude zu vermitteln.

... und was haben die Leseclubs in "Kultur macht stark" bisher erreicht?

  • Mehr als 7.000 Kinder nehmen regelmäßig an den Angeboten an den 275 Standorten in allen Bundesländern teil.
  • Die Leseclubs sind, außerhalb von Ferienzeiten, zu mehr als 1.000 Stunden pro Woche geöffnet.
  • In rund 100 Weiterbildungen konnten sich Ehrenamtliche austauschen und bekamen vielfältige Anregungen für neue Aktionen zur Leseförderung.

"Bei regelmäßiger Teilnahme beobachten die Leseclub-Betreuer, dass die Kinder und Jugendlichen immer mehr Freude am gemeinsamen Lesen von Büchern bekommen, so dass selbst sehr schwache Leser den Mut haben, innerhalb der Leseclub-Gruppe laut vorzulesen."   Angela Behr, Koordinatorin des Leseclubs im DRK-Familienzentrum, Dannenberg